Schmetterlings-Geschichten

Ein kleines keckes Mädchen kletterte auf einen Baum. Ein älterer Junge beobachtete sie und fragte: „Was tust du da?“ „Ich klettere zum Netz der dicken Spinne und befreie einen Schmetterling!“, antwortete das Mädchen.
„Das hat doch keinen Zweck“, redete der schlaue Junge auf sie ein, „vielleicht ist der Schmetterling längst schon tot, bevor du dort bist. Du bist viel zu klein um ihn zu retten. Vielleicht fällst du auch noch vom Baum herunter und brichst dir ein Bein. Und überhaupt, weißt du, wie viele Schmetterlinge überall auf der Welt in den Netzen von Spinnen sterben? Siehst du denn nicht ein, dass du damit gar nichts ändern kannst?“
Das Mädchen war inzwischen beharrlich weiter geklettert und am Spinnennetz angekommen.
Mit geschickten Händen befreite sie vorsichtig die zarten Flügel des Schmetterlings aus den klebrigen Fäden.
Sogleich flatterte der Schmetterling los.
„Für den habe ich was geändert.“, sprach das Mädchen und grinste frech vom Baum herunter.

Der Schmetterling ist für mich ein Symbol für Wandlung und Schönheit. Seine Metamorphose inspiriert mich immer wieder. Erst letzte Woche ist in mir ein wunderschönes Bild dazu entstanden:

Wenn mich etwas bedrückt dann spüre ich im wahrsten des Sinne des Wortes einen festen Druck in meiner Magengegend. So als ob da ein Fremdkörper ist, der mir den Raum zum Atmen nimmt.
Während ich zu diesem Druck hin spürte, ist in mir spontan das Bild einer Schmetterlingspuppe aufgetaucht. Darin entwickelt sich ein wunderschöner Schmetterling. Nun schicke ich ihm mit jedem Atemzug Licht und Liebe, bis seine Entwicklung abgeschlossen ist. Und wenn ich Glück habe, dann erlebe ich seinen ersten Flug.

2 Gedanken zu “Schmetterlings-Geschichten

  1. Zwei schöne Geschichten. Danke, dass Du sie hier teilst.

    Mir fiel zu Deiner persönlichen Befreiung des Schmetterlings die Methode aus dem NLP ein, die Du ja gerne mal ausprobieren kannst, zumal es so klingt als hast Du einen Zugang zu dergleichen: Spüre in dieses bisher negative Kraftfeld hinein. Welche Farbe hat es und welche Form, wie bewegt es sich und wie ist seine Konsistenz? Spiele herum mit diesen Modalitäten. Aus fest mache flüssig, aus hart mache weich und fluffig in Deinen eigenen Bildern. Was passiert dann mit dem Gefühl? Und hat es vielleicht sogar eine Stimme? Wenn ja, dann lasse sie mal klingen wie Micky Mouse.

    Viel Spaß!

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